Mitteilungsblätter


Bülach, 31. Oktober 2003


Liebe Juonfreunde


Von vielerlei Seiten wird einem die besondere Bedeutung runder Zahlen suggeriert. Demnach müsste das vorliegende Mitteilungsblatt mit der Nummer 10 ein 'Jubiläumsblatt' werden. In diesem Punkte muss ich Sie, liebe Leser, enttäuschen. Es kommt ganz gewöhnlich und schlicht daher. Denn unsere ganze Energie und Arbeit konzentriert sich vor allem auf die Vorbereitung von 'Lausanne 2004' am 2. Oktober nächsten Jahres.
Und dafür haben Sie sicher Verständnis.

Mit herzlichen Grüssen


 


Stand der Vorbereitungen des Paul Juon-Festtages 'Lausanne 2004'

Zu Ihrer Erinnerung (zitiert aus dem letzten Mitteilungsblatt): Die IJG will in der Suisse Romande Fuss fassen, denn einerseits verlebte PauI Juon seine letzten Jahre am Gen-fersee, in Vevey und andrerseits ist die 'Bibliothèque Cantonale et Universitaire' in Lausanne das Zentrum, in dem fast alle juonschen Partituren, Dokumente etc. liegen. Deshalb der Paul Juon-Festtag 'Lausanne 2004'.
Der Festtag findet statt am
            Samstag, 2. Oktober 2004, im Konservatorium Lausanne,
welches sich in der Nähe des Bahnhofes befindet.
            Bitte reservieren Sie sich jetzt schon dieses wichtige Datum!

Selbstverständlich werden Sie rechtzeitig eine detaillierte Einladung zu unserem (und Ihrem!) Grossanlass erhalten.

Programm

10.30 – 11.45     Eröffnungskonzert
div. Juon-Werke
Studenten des Konservatoriums Lausanne
    Mittagessen
13.45 – 14.15   Generalversammlung der
14.30 – 15.15   Vortrag von Herrn Prof. Deléglise
(Prof. für Musikgeschichte am Konservatorium Lausanne über Paul Juon)
15.30 – 17.30   Schlusskonzert
Trio Nr. 1 a-moll, op. 17
       European Fine Arts Trio
Sonate für Flöte und Klavier, op. 78
       Livia Bergamin, Flöte
       N.N., Klavier
Auswahl aus 'Tanzrhythmen', op 18/24
       Hélène Calef et François Bou, Klavier 4-händig
3. Sonate für Violine und Klavier, h-moll, op 86
       Sibylle Tschopp, Violine
       Isabel Tschopp, Klavier
Litaniae für Trio, op. 70
       Altenberg Trio, Wien
     

Wie Sie sehen, ist es uns gelungen, Konzerte zusammenzustellen, welche die ganze Breite und Farbigkeit des Juon'schen Kammermusikschaffens zeigen. Der Nachmittagsteil wird dargeboten von international renommierten Solistinnen, Solisten und Ensembles. Provisorisch hat uns Radio DRS, Espace II zugesagt, zumindest einen Teil dieses Festtages mitzuschneiden.

Im weiteren wird auch die Universität der Künste in Berlin einen gewichtigen Beitrag zu diesem Festtag leisten. (Berlin war ja der hauptsächlichste Wirkungsort des Komponisten und Lehrers Paul Juon.)
Und wir haben die Idee noch nicht aufgegeben, auf diesen Zeitpunkt hin einen kleinen Supplementband zu Th. Badrutt's Buch 'Paul Juon - Leben und Werk' herauszugeben.

Im Moment konzentrieren wir uns vor allem auf die nicht einfache Aufgabe, Sponsoren für 'Lausanne 2004' zu finden. Daneben laufen die Detailvorbereitungen wie die ganze Werbung (in Lausanne wie auch gesamtschweizerisch), Eintrittskarten, Programmdruck, Verpflegung, etc., etc.

Konzerte, CD-Neuerscheinungen, Homepage

Unserer Homepage www.juon.org (welche übrigens demnächst einer umfassenden Aktualisierung und einem 'Facelifting' unterzogen wird!) können Sie entnehmen, dass in letzter Zeit einige neue CD erschienen oder Neuerscheinungen in Vorbereitung sind.
Besonders hinweisen möchte ich Sie dabei auf die Aufnahme des Tripelkonzertes, op. 45 und der Mysterien, op. 59 mit dem European Fine Arts Trio, erschienen bei Musiques Suisses unter der Nummer MGB CD 6202. Das EFAT wird auch das Nachmittagskonzert in Lausanne eröffnen.

Neben reinen Juon-CDs werden seine Werke - viele davon sind ja eher von kürzerer
Dauer - auch in thematische Anthologien, CDs also mit Werken verschiedener Komponisten, aufgenommen. So ist eine Auswahl aus den 'Tanzrhythmen', op. 18 und 24, auf einer 'gemischten' CD für Klavier vierhändig erschienen (QM 7022). Interpretiert wird diese Musik von Hélène Calef und François Bou, welche ebenfalls an unserem Juon-Festtag mitwirken werden.

Juon-Konzert in Berlin

Der erste Anlass der angekündigten Reihe mit Konzerten und Vorträgen der 'Universität der Künste' hat am 14. Juni mit grossem Erfolg stattgefunden. Ausführende waren das EFAT und als Referent Prof. Dr. Cadenbach. Wir haben dieses Projekt mit Fr. 1500.- unterstützt. Und bereits ist ein nächstes Konzert dieser Reihe geplant, über das ich Sie wiederum informieren werde.

Einzahlung des Mitgliederbeitrages 2003

Erfreulicherweise haben viele Mitglieder meinen Aufruf beherzigt, möglichst bald einzuzahlen. So habe ich bis Ende Mai von 45 von 61 Mitgliedern die Ueberweisung erhalten. Dafür bedankt sich der Kassier sehr!
Bei den andern werde ich mir wiederum erlauben, mit einer diskreten Beilage auf den noch ausstehenden Mitgliederbeitrag hinzuweisen. Denn wir sind nach wie vor sehr auf das Geld angewiesen.

Selbstverständlich mache ich mir immer wieder einmal Gedanken über den Sinn einer solchen Arbeit, wie sie mein/unser Engagement für die IJG darstellt.
Wenn ich Anfragen aus aller Welt beantworte, Hinweise auf Konzerte und neue CD-Ein-spielungen bekomme (in letzter Zeit vermehrt, wie ich glaube), sich spontan ein neues Mitglied anmeldet, aus Begeisterung über die Qualität des Juon'schen Werkes, usw., dann glaube ich gerne, dass die von unserem Gründer Thomas Badrutt angestrebte
Juon-Renaissance langsam Gestalt anzunehmen beginnt.
Wir probieren uns deshalb auch immer mehr zu vernetzen. Reto Willy stellt z. B. in verdankenswerter Weise von jedem Mitteilungsblatt eine englische Uebersetzung her, die wir vorwiegend ins Ausland versenden. Oder: Die IJG ist Mitglied der 'Pro Raetia' geworden, der wichtigsten 'non government organisation', die Kulturanliegen Graubündens vertritt.

Eines der grundlegendsten Netzwerke aber sind natürlich die IJG-Mitglieder. Neben der Vorbereitung des Juon-Festtages fokussieren wir diesen Herbst unsere Arbeit vor allem auf die Gewinnung neuer Mitglieder.
Wie Sie in letzter Zeit gesehen haben, hat die IJG nun beginnen können, dank einer bescheidenen, aber gesunden finanziellen Basis, gezielt einzelne Juon-Projekte zu unterstützen, was auch eine der Hauptaufgaben unserer Gesellschaft ist. Dies kann jedoch nur mit einer soliden Mitgliederbasis gewährleistet werden. Werbung ist aber, auch wenn sie gezielt betrieben wird, eine zeitaufwändige Angelegenheit. Und da haben wir an Sie gedacht...
Wenn wir uns an dieser Stelle einmal ganz herzlich für Ihre nun schon langjährige Treue und Verbundenheit mit 'unserem' Komponisten bedanken möchten, so ist es nicht ein leerer Werbespruch, sondern sehr ernst gemeint.
Ohne Ihre Unterstützung gäbe es die IJG nämlich schon längst nicht mehr. Und wir sind auf langfristiges Engagement unserer Mitglieder angewiesen, um auch in Zukunft unse-re Aufgabe erfüllen zu können.
Um aber auch im öffentlichen Musikleben längerfristig etwas bewirken zu können, sind wir auf neue Mitglieder angewiesen. Deshalb unsere Bitte an Sie als bereits überzeugte JuonianerInnen: Helfen auch Sie mit, neue Mitglieder zu gewinnen! Hören Sie Juon-CDs zusammen mit Freunden an - erzählen Sie davon im Schachklub, Ihren Kindern, Ihren Musikerfreunden! Mit diesem Hintergedanken schmuggeln wir auch einige unserer Werbeflyers in das Mitteilungsblatt...

Nehmen wir einmal an, jede(r) von Ihnen wirbt auch nur 3 neue Mitglieder – 250 (zweihundertfünfzig) sind schon eine grosse Zahl! Wir danken Ihnen für Ihren Einsatz!


(Und wenn ich diesen letzten Abschnitt nochmals überlese, dann stelle ich fest, dass ganz unversehens tatsächlich doch noch ein kleiner Jubiläumstext entstanden ist...)

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