Mitteilungsblätter


Bülach, 25. März 2006



Liebe Juonfreunde

Im vorliegenden Mitteilungsblatt werden zwei Facetten angespro-chen:

Auf der einen Seite sind es Projekte. Das Schöne daran: Lebendigkeit. Das Schwierige: Ich kann Ihnen (noch) nichts Fixes versprechen. Einiges davon habe ich in der letzten Nummer schon angetönt. Vieles ist hier aber noch in (verschiedenen Stadien der) Planung. Ich versuche, Ihnen einen Überblick über den aktuellen Stand dieser Projekte zu geben.

Auf der andern Seite sind es Tatsachen. Sie können auch sagen: realisierte Projekte. Auch hier habe ich zusammengetragen, wovon ich Kenntnis habe.
Und zu diesen Tatsachen gehört - wie immer im ersten Bulletin des Jahres - dass ich Sie bitte, wiederum den Jahresbeitrag beizusteuern.


Dafür jetzt schon vielen Dank, aber vor allem:

Mit herzlichen Grüssen



 


Projekte

1a. Juon-Ausstellung
Weiterhin laufen die Vorbereitungen zur grossen Juon-(Wander-)Ausstellung, die vom Ausstellungsmacher und Juon-Experten, dem Musikwissenschafter Walter Labhart, konzipiert wird; zusammen mit dem 'Institut für Kulturforschung Graubünden' (Dr. Georg Jäger) und der IJG. Beim Start in Chur soll auch speziell auf Thomas Badrutt, den Gründer unserer Gesellschaft, hingewiesen werden. Er ist 1999 gestorben und war in der Stadt eine bekannte Figur. Es dürfte uns alle freuen, wenn seine Arbeit auf solche Weise in Erinnerung gerufen und gewürdigt wird.


1b. Generalversammlung der IJG
Sollte die Ausstellung 2007 starten, würde es sich anbieten, in Kombination damit auch die Generalversammlung der IJG auf das gleiche Datum anzusetzen. Wir haben in Lausanne 2004 mit einer solchen Kombination gute Erfahrungen gemacht.
Statutengemäss müsste die nächste GV zwar 2006 stattfinden. Ich hoffe aber auf Ihr Verständnis, sachliche Logik höher zu gewichten als blosses Ausführen des (juristischen) Buchstabens.

Sollte die Ausstellung hingegen erst 2008 zustande kommen, so würde ich 2006 versuchshalber eine 'schriftliche Generalversammlung' durchführen. Ich habe dieses Prozedere in einer Umfrage ja bereits angeregt und darauf positive Reaktionen bekommen. Die Generalversammlung 2008 würde dann natürlich in Kombination mit der Ausstellungseröffnung stattfinden.


2. CD-Projekte


3. weitere Projekte
Solche befinden sich noch etwas 'weiter unten im Köcher' - ich hoffe, Ihnen im Herbst Konkreteres sagen zu können.


Tatsachen

1. Theater mit Musik

Am 6. April 2006 findet am Stadttheater Chur die Première des Stückes 'Die Seele wiegt 21 Gramm' statt. Initiator und Regisseur ist Manfred Ferrari, die musikalische Leitung hat der junge Churer Komponist David Sontòn Caflisch.
Es handelt sich hierbei um ein szenisch-musikalisches Projekt, dem Juons Ballettmusik 'Psyche', op. 32a zugrunde liegt. D. S. Caflisch hat 3 Sätze daraus bearbeitet.


2. Neuaufnahmen von Juon-Musik

Wie Sie der Discographie auf unserer Homepage entnehmen können, liegen gleich zwei hörenswerte Neuaufnahmen der Litaniae, op. 70 für Klaviertrio vor:

Trio Basilea (Claudia Sutter, Klavier, Claudia Dora, Violine, Christoph Dangel, Violoncello) auf Cavalli Records, CCD 262
und

Schweizer Klaviertrio (Martin Lucas Staub, Klavier, Angela Golubeva, Violine, Sébastien Singer, Violoncello) auf Musiques Suisses, MGB CD 6215


3. Vortrag/Konzert

Am 16. März 2006 hat der initiative Pianist des EFAT, François Killian, P. Juon in der BBC vorgestellt und dann am 17. März, anlässlich eines Klavierabends in der Londoner Wigmore Hall mit dem virtuosen Klavierwerk 'Kakteen' konzertiert.


4. Konzertchronik

Und dann kann und will ich nicht verhehlen, dass es mein Stolz ist (und hoffentlich auch der Ihre...), dass die Konzertvorschau/-chronik unvermindert wächst. Es ist das evidenteste und wichtigste Zeichen einer lebendigen Juon-Renaissance, also auch der Grund dafür, warum es die Int. Juon Gesellschaft überhaupt gibt und geben muss! Schauen Sie also doch bitte wieder einmal hinein.

[Und wenn ich Konzerthinweise von mir bis zu diesem Zeitpunkt unbekannten Musikern erhalte, ist es auch ein Hinweis darauf, dass unsere Homepage gelesen und benützt wird.]

Und sonst noch?

Letztes Mal habe ich geschrieben: Courant normal, d.h. Beantwortung von Anfragen aus aller Welt und senden von Unterlagen und Dokumentationen in alle Welt.

Manchmal ist dieser 'Courant' allerdings auch nicht so 'normal'. Ich gestatte mir (und hoffe auf das freundliche Einverständnis der Informantin, einer russischen Musikwissenschafterin), Ihnen als Beispiel einen Ausschnitt aus der mail-Korres-pondenz mit ihr abzudrucken. Solche Texte mögen auf den ersten Blick vielleicht etwas skurril wirken, entpuppen sich aber manchmal im Nachhinein als Mosaiksteine für ein immer reicheres Juon-Bild. Ich sammle sie deshalb akribisch. Der Detektiv lässt grüssen...

"...Dear Ueli,
Thank you for your response and the small information.
As I explained I discovered that Emilie* was one of the best students of Paul August Pabst 1854-97 and a report of the time stated she played better than Rachmaninoff, who played at the same concert.
I have been trying to compile a record of Pabst Students as he was the most important professor of the Moscow Conservatoire. Unfortunately he was the un-named virtuoso that Tchaikovsky admitted helped him finish his first piano concerto.
For this reason the Russian Musical Establishment actively destroyed his reputation and erased him from history to avoid admitting that this most famous and loved Concerto was would not have suceeded without the talent of a young German pianist.
Many thanks for your information..."

*Anmerkung: Emilie ist die Schwester von Paul Juon

Mitgliederbeitrag 2006

Wiederum habe ich praktisch alle Mitgliederbeiträge erhalten, wofür ich mich sehr bedanke. Es ist nicht nur angenehm, in einer Gesellschaft mit guter Zahlungsmoral Kassier zu sein (das aber auch...), sondern ich möchte mich bei Ihnen allen bedanken, weil Sie so dokumentieren, dass Ihnen unsere Arbeit für Paul Juon am Herzen liegt.
Als erstes präsentiere ich Ihnen in Kurzform die Jahresbuchhaltung 2005, indem ich den Revisionsbericht abdrucke. Dies scheint mir die transparenteste und aussagekräftigste Art zu sein. Und ich möchte so Herrn Wick, dem Revisor, sicher auch in Ihrem Namen, meinen Dank für seine Arbeit ausdrücken.

Revisionsbericht

Ich habe die Buchhaltung der Internationalen Juon Gesellschaft des Jahres 2005 (abgeschlossen per 31. 12. 2005) geprüft und in allen Punkten in Ordnung befunden.

Ich beantrage deshalb, dem Kassier Décharge zu erteilen.

Postcheck-Konto
(*gerundet von genau: 1'925.08)
90-118'805-6
1'925.10*
Postcheck-Deposito-Konto 92-149114-0
13'505.75
Bank-Konto M-Bank 16 905.109.5/10
497.00
   
Gesellschaftsvermögen am 31. 12. 2005  
15'927.85***
(Gesellschaftsvermögen am 31. 12. 2004  
13'178.30)
(Gesellschaftsvermögen am 31. 12. 2003  
15'309.45)
(Gesellschaftsvermögen am 31. 12. 2002  
14'833.65)
(Gesellschaftsvermögen am 31. 12. 2001  
12'850.20)
(Gesellschaftsvermögen am 31. 12. 2000  
10'279.50)
(Gesellschaftsvermögen am 31. 12. 1999  
5'435.00)
   
Zunahme im Jahre 2005  
+ 2'749.55
(Abnahme im Jahre 2004  
- 2'131.15)
(Zunahme im Jahre 2003  
+ 475.80)
(Zunahme im Jahre 2002  
+ 1'983.45)
   
   
gez. Georg Wick

Ich bin froh, dass wir in diesem 'Zwischenjahr nach <Lausanne 2004>' das Kapital etwas äufnen konnten. Die beschriebenen, anstehenden Projekte werden Geld brauchen. Und ich kann Ihnen versichern, dass der Vorstand auch weiterhin Verantwortung für eine sorgfältige, sinnvolle Zuteilung der vorhandenen Mittel übernimmt.

Sie finden nun wiederum den Einzahlungsschein beigelegt – worauf auch Ihr Status vermerkt ist - für die Begleichung des Mitgliederbeitrages 2006 samt der *Bestätigung, dass Sie einbezahlt haben (werden). Natürlich wird dieses Vorgehen den Juristen unter Ihnen die Haare ein ganz klein wenig zu Berge stehen lassen. Aber erstens spare ich damit der Gesellschaft ziemliche Portokosten und mir Arbeit. Und zweitens zahlen ja alle Mitglieder - schon zur Entlastung ihres Gewissens - ohnehin sofort ein (am liebsten bis Ende April, der Kassier dankt - und bei Ihnen geht es auf diese Weise erst noch nicht vergessen) und dann wird dieser juristische Streitpunkt zum Glück obsolet...

*Sinn der Bestätigung, zur Erinnerung: Wir haben einen steuerlich etwas privilegierten Status, indem wir von der Entrichtung der Verrechnungssteuer befreit sind. Damit können wir das ganze Kapital für Paul Juon einsetzen, und Sie dürfen Ihren Mitgliederbeitrag als Zuwendung deklarieren.


Noch zwei zusätzliche Bemerkungen:
1. Wegen des Einzahlungsscheines und der Bestätigung erhalten alle Mitglieder dieses Bulletin per Post, auch diejenigen, denen ich sonst die Mitteilungen per mail zustellen darf.
2. Drei Mitglieder haben ihren Jahresbeitrag im Januar bereits bezahlt. [a) Der Kassier hat grosse Freude darüber und dankt ihnen; b) er fragt sich beinahe ängstlich, ob er die Mitglieder schon fast zu gut erzogen habe...]


Apropos Kosten sparen: Bitte vermeiden Sie wenn irgend möglich Einzahlungen am Schalter, denn sie verursachen der IJG hohe und unnötige Spesen. Zahlen Sie bitte auch aus dem Ausland über die Post* ein, die Spesen, welche die Banken verlangen, können ins Unverschämte gehen.

* Kontaktadresse:
POFICHBE
Swisspost
Postfinance
CH-3030 Bern

zug. Postcheck-Konto 90-118805-6
Int. Juon-Gesellschaft

Vor allem bei Auslandseinzahlungen ist die sog. IBAN-Nummer hilfreich, die sich international im Zahlungsverkehr immer mehr durchsetzt.

IBAN-Nr. des IJG-Postcheck-Kontos:

auf Papier:  
CH 70 0900 0000 9011 8805 6
elektronisch (ohne Abstände):  
CH7009000000901188056


In eigener Sache: Kommunikation per mail

Nach wie vor bin ich daran interessiert, Ihnen das Herbst-Mitteilungsblatt oder andere Hinweise (z.B. für Konzerte, Neuaufnahmen etc.) per mail anstatt mit Briefpost zuzusenden. Die Vorteile liegen auf der Hand: schnell und aktuell, keine Portokosten für die IJG, häufig auch Arbeitsersparnis für mich.
Wenn also auch Sie Ihre IJG-Post künftig per mail erhalten möchten, teilen Sie mir das bitte mit auf: ufalett@juon.org. Vielen Dank.

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