Mitteilungsblätter


Bülach, 1. Oktober 2006


Liebe Juonfreunde

2006 ist für die Mitglieder der Int. Juon Gesellschaft ein nach aussen eher stilles Jahr. Für Sie alle zu bemerken sind immerhin nach wie vor erfreulich viele Konzerte - schauen Sie doch wieder einmal hinein unter Konzertvorschau/-chronik und die zahlreichen Neuerscheinungen auf CD (zu finden unter Discographie).

Eine Neuerung, die ich in den beiden letzten Mitteilungsblät-tern bereits angesprochen habe, geht nun ein erstes Mal in den Praxistest: Eine Generalversammlung, die laut Statuten ja alle zwei Jahre stattfinden muss, schriftlich, bzw. elektronisch durchzuführen. Ich danke Ihnen jetzt schon für Ihre Kooperation und hoffe, dass ich/wir sie juristisch einigermassen ver-tretbar über die Bühne bringen.
Und ich danke Ihnen für die Sympathie und Unterstützung, die Sie 'unserem' Paul Juon weiterhin und immer wieder neu entge-genbringen.

Mit herzlichen Grüssen

 


Hinweis: Die Fassung für Nichtmitglieder enthält unter dem 5. Kapitel 'Generalversammlung 2006 der Int. Juon Gesellschaft' nur den Abschnitt 'Tätigkeitsbericht in der Zeitspanne Oktober 2004 bis September 2006'.
Die vereinsinternen Angelegenheiten (Abstimmungen), die Unterlagen dazu so-wie der Abstimmungstalon fehlen.
Das vereinsinterne Kapitel 6 fehlt ganz.

1. Konzert in Chur

Unter den Konzerten möchte ich eines ganz speziell herausgreifen, da es in unserem 'Stammland' stattfindet. Am Freitag, 27. Oktober 2006 spielt um 20.00 Uhr im 'Studio 10', Rabengasse 10, 7000 Chur das 'Berner Kammerensemble' (Livia Bergamin, Flöte; Martin Stöckli, Oboe; Thomas Kocher, Klarinette; Andreas Gerber, Fagott; Kathrin Williner, Horn) ein grosses Juon-Werk, das Bläserquintett, op. 84. Zusätzlich werden von Anatoli Liadov 'Fünf russische Volkslieder' und von Mussorgskij die bekannten 'Bilder einer Ausstellung' in einer Quintettfassung aufgeführt. Sie stellen auf ideale Weise die Verbindung zum russischen Umfeld her. Denn das Konzert ist thematisch eingebettet in die Ausstellung 'Bündner im russischen Reich'.

Organisator sowohl der Ausstellung wie auch des Konzertes ist der Leiter des 'Instituts für Kulturforschung Graubünden', Dr. Georg Jäger, dem ich an dieser Stelle für seine unermüdliche Unterstützung danken möchte.

2. CD-Neuerscheinungen

Nächstens werden interessante Juon-Werke erscheinen oder sind schon in den Plattenregalen zu finden:
- MGB CD 6242: Sämtliche vier Streichquartette mit dem Niziol-Quartett
- MGB CD 6243: Die Kammersinfonie op. 27 und das Klavierquintett op. 33, gespielt von Mitgliedern des Tonhalle-Orchesters
- MGB CD 6244: Die beiden Klavierquartette mit dem Berliner Philharmoni schen Quartett

Ich möchte hier dem Leiter der Reihe 'Musiques Suisses' (MGB), Claudio Danuser, für seine Initiative zugunsten Paul Juons danken, aber auch dafür, dass er dem IJG-Archiv jeweils ein Exemplar dieser Werke zur Verfügung stellt.

Persönlich konnte ich mir erst einen kleineren Teil dieser Neuaufnahmen anhören, bin aber schon davon von der Musik ebenso begeistert wie von den Ensembles. Ich hoffe, Sie, liebe Leser, damit 'anzustecken' und auch, dass diese Einspielungen einen weiteren Schub für unseren Juon bewirken können.

3. Juon-Ausstellung

Die grosse Juon-(Wander-)Ausstellung, die vom Ausstellungsmacher und Juon-Experten, dem Musikwissenschafter Walter Labhart, konzipiert wird, zusammen mit dem 'Institut für Kulturforschung Graubünden' (Dr. Georg Jäger) und der IJG, ist natürlich weiterhin ein wichtiges Thema. Die Idee, die hinter der Ausstellung steckt - denken Sie auch an die Würdigung des IJG-Gründers, Thomas Badrutt - wurde im letzten Mitteilungsblatt ein erstes Mal ganz kurz vorgestellt. Es sieht im Moment so aus, dass sie 2008 durchgeführt werden wird. Dann würde - ähnlich wie 2004 in Lausanne - die dannzumalige Generalversammlung damit kombiniert. Ich werde Sie ausführlich darüber informieren.

4. Hochinteressante mails aus Ungarn

Aus Ungarn habe ich unaufgefordert per mail zwei kurze Ausschnitte aus Juon's 'Trio-Miniaturen' im MP3-Format erhalten, und zwar in der Fassung mit Violine anstatt der Klarinette. Es dürfte sich um den Mitschnitt von uralten 78er-Schelllack-platten handeln. Dazu die Mitteilung der drei Namen Bronislav von Posniak, Carl Freund und Joseph Schuster, vermutlich die Ausführenden. Ich habe mich wegen dieser spannenden Spur mit dem freundlichen, mir unbekannten Absender, Herrn Valter Torjay, in Verbindung gesetzt, um Genaueres zu erfahren.

5. Generalversammlung 2006 der Int. Juon Gesellschaft
à als Pilotversuch schriftlich, bzw. elektronisch durchgeführt

Achtung: Diese Fassung für Nichtmitglieder enthält nur den Tätigkeitsbericht, der von allgemeinerem Interesse ist:

Tätigkeitsbericht in der Zeitspanne Oktober 2004 bis September 2006

In einer Zeitspanne, in der nichts 'Spektakuläres' wie etwa 'Lausanne 2004' oder die geplante grosse Ausstellung 2008 stattfindet, ist es vielleicht schwieriger, meine Tätigkeit für die IJG zu kommunizieren. Diese 'stille' Arbeit ist aber nicht weniger wichtig und wertvoll. Anregend daran finde ich den Kontakt, manchmal die direkte Begegnung mit Musikern, Forschern etc. aus der ganzen Welt, befriedigend die Anerkennung, die ich spüre, dadurch, dass überhaupt 'der Laden läuft', immer mehr Werke aufgeführt und aufgenommen werden, aber auch durch Rückmeldungen, durch die Mitgliederbeiträge, für die ich Ihnen danken möchte, mit denen Sie diesen 'Laden' nämlich überhaupt erst zum Laufen bringen usw.

Anstelle einer chronologischen Aufzählung von einzelnen Schritten und Arbeiten rufe ich Ihnen einfach einige Tätigkeitsgebiete in Erinnerung. Die meisten davon sind wiederkehrend, Sinn der Mitteilungsblätter ist es hingegen, über besonders interessante Sachen und Projekte zu berichten. Einige weitere habe ich hier aufgelistet:
- Abschluss von 'Lausanne 2004' (Abrechnung, Dankbriefe, CD-Archivkopien etc.).
- Mein 'Teilrücktritt' auf den 1. Januar 2005. Mit dem jetzigen Arbeitsaufwand und dem klaren Auftrag als Drehscheibe macht es Freude und ich kann gut damit leben.
- Vorstellung der IJG im Rahmen einer Tonhalle-Matinée im Januar 2005.
- Vorbereitung von oder Mithilfe bei Projekten (Konzerte, Ausstellungen, CD-Aufnahmen) 'hinter den Kulissen'.

Wiederkehrend/permanent:

- jeweils im Januar: Abschluss der Buchhaltung und Revision
- Verfassen und Versand von zwei Mitteilungsblättern im Jahr (jeweils im Frühjahr und Herbst)
- Verbuchen der Mitgliederbeiträge und Führen der Buchhaltung
- Aktualisierung der Homepage
- aus aller Welt kommen Anfragen. Die beantworte ich, biete Hilfen an, erstelle Dokumentationen etc. Das ist der Kern meiner Arbeit.
- Anpassen meines Büros an sich ändernde Kommunikationsgewohnheiten und Anforderungen
- Übersicht behalten (manchmal auch am Leben erhalten...) über mittel- und langfristige Projekte und Aufgaben, die sich die IJG gestellt hat

7. Nochmals: Kommunikation in eigener Sache

Nach wie vor bin ich daran interessiert, Ihnen das Herbst-Mitteilungsblatt* oder andere Hinweise (z.B. für Konzerte, Neuaufnahmen etc.) per mail anstatt mit Briefpost zuzusenden. Die Vorteile liegen auf der Hand: schnell und aktuell, keine Portokosten für die IJG, häufig auch Arbeitsersparnis für mich.
Wenn also auch Sie Ihre IJG-Post künftig per mail erhalten möchten, teilen Sie mir das bitte mit auf: ufalett@juon.org. Vielen Dank.

*Für das Frühlings-Mitteilungsblatt wird es bei der schriftlichen Form bleiben wegen des Mitgliederbeitrages, dessen Unterlagen diesem beiliegen.

Zum Beschluss

Ich schliesse gerne mit einem Zitat, welches zwar schon bald ein Jahr alt ist, aber sehr wohl aktuell bleibt und sinnvollerweise auch in den Kontext einer Unterstützungsgesellschaft für den Komponisten Paul Juon gehört.
Es stammt von Mariss Jansons, anlässlich des Neujahrskonzertes 2006 der Wiener Philharmoniker, welches er dirigierte:

"Musik ist einer der höchsten Werte unseres Lebens. Sie ist die Sprache unserer Seele, unseres Herzens. Und sie ist unsere geistige Nahrung. Wir hoffen, dass Musik eine immer größere Rolle für die kulturelle Entwicklung der Menschen spielen wird."

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