Nummer 20
29. Januar 2008
Liebe Juon-Freunde
Wie in der Zwischeninformation (Nr. 19, Oktober 2007) bereits angekündigt, sind meine Frau und ich umgezogen.
Seit einigen Tagen wohnen wir - zwar noch weitgehend zwischen Kisten, aber mit grosser Freude - in unserem neuen Heim mit folgender Adresse:
Int. Juon Gesellschaft
c/o Ueli Falett
Hangweg 59
CH-3097 Liebefeld
Tel +41 (0)31 971 79 25
Fax +41 (0)31 971 79 24
mail ufalett@juon.org
Web www.juon.org
Ich wünsche Ihnen allen ein erfreuliches, spannendes und erfülltes Jahr 2008.
Mit herzlichen Grüssen, Ihr
Begebenheiten aus dem Leben der Int. Juon Gesellschaft
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Vom noch jungen 'Paul-Juon-Trio' habe ich einen Zwischenbericht erhalten. Es gibt darin Auskunft über seine Konzert- und Wettbewerbstätigkeit (siehe Konzertkalender/-chronik) und schreibt weiter u. a.: "...Außerdem haben wir am vergangenen Wochenende am Charles Hennen Concours in Heerlen in den Niederlanden teilgenommen und als bestes Klaviertrio unserer Alterskategorie den zweiten Preis erhalten. In der ersten Runde spielten wir den langsamen Satz des Beethoven-Geistertrios und den ersten Satz des Trios op. 17 von Juon; im Finale dann das ganze Juon-Trio. Keiner, weder die Jury noch die Zuhörer, kannte Paul Juon zuvor und alle waren sehr, sehr begeistert vom Komponisten und dem Klaviertrio. Es freut uns, dass wir die Chance haben, den Komponisten Paul Juon bekannter zu machen, und dass wir Sie und die Paul Juon Gesellschaft als Ansprechpartner haben..."
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Herr Raymond Meylan (ich glaube, ich darf den Namen hier erwähnen) hat altershalber den Austritt aus der Gesellschaft gegeben. Ich habe diesen Musiker in jungen Jahren erlebt: Ich sang im Chor an einer Aufführung von Bachs Messe h-moll mit; er spielte in diesem Konzert im Orchester die Soloflöte. In einer Zeit, als 'barocke Aufführungspraxis' noch kaum ein Begriff war, spielte er die Wiederholung der Arie 'Domine Deus' für Sopran, Tenor und Soloflöte so meisterhaft schön verziert, dass diese Fassung auch nach Jahrzehnten wohl immer noch als vorbildlich gelten würde. Ich höre sie heute noch in mir. Er hat nun zum Abschied der Gesellschaft seine persönlichen Noten der Juon-Flötensonate op. 54 geschenkt, mit seinen handschriftlichen Eintragungen und Interpretationshinweisen. Für dieses Zeichen bedanke ich mich herzlich und wünsche ihm für seine Zukunft von Herzen alles Gute.
- Die 'Camerata Zürich' hat im vergangenen Herbst ihr 50-Jahre-Jubiläum gefeiert und am Festkonzert vom 3. November u. a. auch die "Fünf Stücke für Streichorchester", op. 16 von Paul Juon ins Festprogramm aufgenommen.
Die Juon Gesellschaft ist wirklich international; zwei Meldungen aus den USA:
Der amerikanische Pianist I. Kraevsky, welcher sich sehr für Juons Werk ein-setzt, hat zusammen mit seiner Frau, einer Sopranistin, sämtliche Juon-Lieder auf CD aufgenommen. Die Unterstützung durch die IJG ist im Booklet erwähnt und wir haben für unser Archiv auch ein Belegsexemplar erhalten. Ich weiss allerdings nicht, ob die CD auch in good old Europe erhältlich ist.
Mitten im Umzugsstress habe ich eine mail von John Maltese erhalten. Sie erinnern sich: Er hat eine Walze (Vorläufer der Grammophon-Platte, ca. aus den 20er-Jahren) entdeckt mit Aufnahmen von Juon als ausübendem Musiker, der eigene Werke spielt. Nun scheinen die Forschungen so weit gediehen zu sein, dass man offenbar weiss, wer die weiteren Musiker sind. Nach letzten Abklärungen werden dann die Klänge dieser Walze digitalisiert werden. Ich freue mich schon sehr auf diese sensationelle CD mit dem Solisten Paul Juon.
- - Im April 2007 konnte ich auf einer Auktion für CHF 155.- einen Originalbrief von Juon erwerben.
- Auf einer andern wurden für € 40.- die Erstdruckstimmen des Divertimentos für Klarinette und 2 Violen, op. 34 angeboten. Bei diesem günstigen Preis hat der Vorstand beschlossen, zuzuschlagen.
Beide Akquisitionen entsprechen dem statutarischen Auftrag, Juons musikalisches Werk wie auch Zeugnisse aus dem Umfeld zusammenzutragen.
- Dass in einem Phono-Hinweis in der NZZ (21.2.07, Rolf-Urs Ringger) Juons Musik als 'Salonmusik' bezeichnet wurde, buche ich jetzt einmal freundlicherweise ab unter 'de gustibus non est disputandum'...
- Am 22. Mai 2007 fand eine Sitzung zwischen Herrn Labhart und mir statt. Es ging dabei um unser Projekt einer Juon-Ausstellung, welche er gestalten wird. Unter anderem reist Herr Labhart zu deren Vorbereitung extra nach Berlin.
Aus terminlich-räumlichen und finanziellen Gründen wurde der Start dieser Wanderausstellung auf 2009 festgelegt. Herrn Dr. G. Jaeger in Chur konnte uns diese Zusicherung nach schwierigen Verhandlungen nun geben.
- Herr Labhart lud mich zur erwähnten Sitzung übrigens zu sich nach Hause ein. Bei dieser Gelegenheit führte er mich durch seine absolut einzigartige Dokumentations-Bibliothek über Musik und Malerei mit einer unglaublichen Fülle an Büchern, weiteren schriftlichen Dokumenten, Tonträgern und Bildern. Ich bedanke mich gerne auf diesem Wege nochmals für den eindrücklichen Tag.
- Ende Mai 2007 habe ich von Henning Wehmeyer, den ich Ihnen bereits vorstellte, die angekündigte Dokumentation 'Der Komponist und Musikpädagoge Paul Juon (1872 - 1940) im Spiegel der Zeitschrift ' erhalten. Das Thema Juon hat ihn nicht mehr losgelassen: Vor wenigen Tagen hat die IJG seine Diplomarbeit erhalten, mit der er sein Studium abgeschlossen hat. Sie steht unter dem Titel 'Paul Juon (1872 - 1940) - ein Komponist zwischen Romantik und Moderne'.
Seine beiden Arbeiten sind äusserst wertvolle Arbeitsmittel zur wissenschaftlichen Aufarbeitung. Ich spreche Herrn Wehmeyer dafür meinen grossen Dank aus - sicher auch in Ihrem Namen.
Einladung zur Erneuerung der Mitgliedschaft 2008
Wiederum haben praktisch alle Mitglieder im Jahre 2007 ihren Obolus einbezahlt. Für die Wertschätzung meiner Arbeit, die Sie dadurch ausdrücken, bedanke ich mich herzlich.
Die Buchhaltung konnte ich zwar termingerecht abschliessen, doch hat sich durch meinen Wohnungsumzug die Verifizierung durch den Revisor verzögert. Ich präsentiere Ihnen das Ergebnis der Buchhaltung 2007 trotzdem und liefere die Bestätigung durch Herrn Wick einfach im nächsten Mitteilungsblatt nach.
Die Buchhaltung weist per 31. Dezember 2007 aus:
Postcheck-Konto
(*gerundet von genau: 1'545.34) |
90-118'805-6 |
1'545.3 |
| Postcheck-Deposito-Konto |
92-149'114-0 |
13'720.05 |
| Gesellschaftsvermögen am 31. 12. 2007 |
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15'265.40 |
| zuzüglich 2 Einzelmitglieder |
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100.-- |
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| (Gesellschaftsvermögen am 31. 12. 2006 |
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15'293.40) |
| (Gesellschaftsvermögen am 31. 12. 2005 |
|
15'927.85) |
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| (Abnahme im Jahre 2007 |
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- 28.00) |
| (Abnahme im Jahre 2006 |
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- 634.15) |
Natürlich finden die Mitglieder wiederum den Einzahlungsschein beigelegt (mit Statusangabe [E = Einzelmitglied, P = Paarmitglied, K = Kollektivmitglied, S = Studentenmitglied]) und ich erlaube mir ebenso wieder, Ihnen mit gleicher Post gerade die Zahlungsbestätigung zukommen zu lassen, mit dem Sie Ihren Beitrag beim Steueramt als Zuwendung deklarieren dürfen.
Bitte vergessen Sie nicht, bis Ende März einzuzahlen (aber bitte nicht am Schalter, da uns das zu hohe und unnötige Kosten verursacht); sinngemäss dem Werbespruch der Verkehrsbetriebe entsprechend: 'Investieren Sie in Fahrkarten, nicht in Zuschläge' ... bei uns also: 'Investieren Sie in Juon, nicht in vermeidbare Administrationskosten'
Bei Einzahlungen aus dem Ausland:
Bic Code: POFICHBEXXX
IBAN: CH70 0900 0000 9011 8805 6
Mutationen Mitglieder
Wegen des erwähnten Austrittes lautet der neue Mitgliederbestand: 50; nämlich
40 Einzel-, 4 Paar-, 4 Kollektivmitglieder, 1 Studenten-, 1 Ehrenmitglied.
Und wie immer zum Beschluss...
Falls nicht schon geschehen, teilen Sie mir doch bitte auf ufalett@juon.org Ihre mail-Adresse mit. Wenn ich Ihnen Mitteilungen per mail senden darf, erspart das mir Arbeit und der IJG Portokosten. Herzlichen Dank.
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