| Mitteilungsblätter |
Nummer 23
1. Oktober 2009
Liebe Juon-Freunde
War ich etwas voreilig?
Natürlich habe ich Sie ungern mehr als einmal vertrösten müssen, weil die Eröffnung unserer Wanderausstellung Paul Juon immer wieder verschoben werden musste. (Ich habe in den letzten Mitteilungsblättern jeweils darüber orientiert.)
Doch jetzt muss ich nicht mehr vertrösten, sondern: Die Eröffnung darf angekündigt werden, lesen Sie bitte das nächste Kapitel.
Natürlich hätte ich vielleicht in der letzten Nummer des Mitteilungsblattes noch nicht von der praktisch abgeschlossenen Revision unserer IJG Homepage <www.juon.org> schreiben sollen.
Aber jetzt ist es soweit. Auch hier gilt: Lesen Sie bitte das entsprechende Kapitel.
Und auch sonst wünsche ich Ihnen gute und informative Lektüre.Mit herzlichen Grüssen, Ihr
Im Hintergrund laufen die Vorbereitungen dazu weiterhin auf Hochtouren und ich habe es im Editorial schon angetönt:
Ich freue mich sehr, Ihnen nun definitiv ankündigen zu können:
Eröffnung der Wanderausstellung Paul Juon am Donnerstag, 8. April 2010, 17.30 Uhr in der Stadtgalerie in Chur. Sie dauert bis zum 28. Mai 2010.
Im nächsten Mitteilungsblatt, in dem die offizielle Einladung abgedruckt sein wird, können Sie dann alle Details nachlesen.
Für heute möchte ich Ihnen aber immerhin schon vier Rosinen 'unter die Nase halten'.
Im Rahmen der Ausstellung wird es - zweifellos Höhepunkte - zwei Sonderveranstaltungen geben:
Und weiter gut zu wissen:
Vorgängig der Ausstellungseröffnung wird am 8. April 2010 um 16.00 in Chur statutengemäss unsere Generalversammlung stattfinden.
Auch hierzu gibt es natürlich eine offizielle Einladung (inkl. Traktandenliste). Und auch diese finden Sie rechtzeitig dem nächsten Mitteilungsblatt beigelegt, welches Sie alle per Post erhalten werden. Es erscheint als Nr. 24 im Februar 2010.
Schon einmal haben wir unsere Mitgliederversammlung mit der Eröffnung eines IJG-Grossanlasses kombiniert, nämlich im Oktober 2004, damals zusammen mit der 'Journée Paul Juon' in Lausanne. Und auch dort hatte dieses Vorgehen viel Anklang gefunden.
Neuauflage des Werk-Kataloges von Thomas Badrutt:
'Paul Juon - Leben und Werk'
Zum Glück war es dem Verfasser vergönnt, kein Jahr vor seinem Tod, seinen Werkkatalog über Paul Juon noch zu vollenden. Nun ist die erste Auflage dieses überall anerkannten Buches aufgebraucht. Es dient vielen Musikern, Bibliotheken, andern Interessierten etc. als Arbeitsmittel. In einem der Mitteilungsblätter habe ich geschrieben, dass es auch für mich als Geschäftsführer der IJG nach wie vor die wichtigste Arbeitsgrundlage darstellt.
Die Int. Juon Gesellschaft und das Institut für Kulturforschung Graubünden ikg haben sich entschlossen, auf die Ausstellungseröffnung hin im April 2010 eine zweite, ergänzte und aktualisierte Auflage herauszubringen.
In den letzten Monaten habe ich eine akribische Revision durchgeführt. Meine Arbeit habe ich im Vorwort zur 2. Auflage so erklärt:
"...Diese revidierte und aktualisierte Auflage des unverzichtbaren Juon-Handbuches hat drei Ziele.
Der grösste Eingriff betrifft die völlige Neugestaltung der Discographie und der Hinweise darauf. ... Sie löst die ehemalige Darstellung nach Ausführenden ab und ist gleichzeitig ein erfreulicher Spiegel der angestrebten Eigendynamik, die um die Wiederbelebung von Juons Werk festzustellen ist.
Zweitens eliminiert sie zahlreiche Druckfehler und überprüft z. B. Adressen.
Aktualisierungen betreffen aber in erster Linie neue Forschungsergebnisse. Wichtig war mir dabei, behutsam mit den Texten von Thomas Badrutt umzugehen, die Qualität und Gültigkeit ihrer Aussagen nicht anzutasten..."
Zweimal bin ich nach Chur gefahren und habe in der Druckerei 'Digitalis Print' die Korrekturen eigenhändig in die Druckvorlagen eingegeben. Die Typografikerin der Ausstellung, Sonja Schenk, wird einen attraktiven Umschlag gestalten.
So werden Sie an der Ausstellung auch den neuen Werkkatalog bewundern (und bestellen!) können.
Mit der dringend notwendigen völligen Neugestaltung der Seite 'Discographie' ist die Revision unserer Homepage (vorläufig... ) abgeschlossen. Bekanntlich ist sie eines der zentralsten Arbeitsmittel unserer Gesellschaft.
Sie erinnern sich: Thomas Badrutt hatte - sicher auch aus begreiflicher Begeisterung darüber, dass überhaupt nun langsam Einspielungen von Juon-Werken auf den Markt kamen - die aufgenommenen Werke nach Interpreten geordnet.
In den letzten 12 Jahren seit der ersten Auflage sind laufend neue Aufnahmen dazukommen, aber auch alte teilweise nicht mehr erhältlich. Deshalb ist dieses Ordnungsprinzip unübersichtlich geworden und nicht mehr sinnvoll. Neu sind die Interpretationen nun nach Opus-Zahlen geordnet (entsprechend dem Katalog) und es ist auch auf einen Blick ersichtlich, ob eine Aufnahme noch erhältlich ist. Das ist beispielsweise für Forschungen wichtig, aber auch etwa für interessierte ausübende Musiker.
Werfen Sie doch wieder einmal einen Blick hinein! Dann sehen Sie beispielsweise, dass die wunderschöne Bratschensonate in D-dur, op. 15 zurzeit nicht mehr greifbar ist. Es ist ein persönlicher Wunsch von mir, dass sie es in absehbarer Zeit wieder sein wird und ich habe auch schon begonnen, dafür Fühler auszustrecken.
Zwar aktualisiere ich diese (und andere) Seiten regelmässig, bitte melden Sie mir aber trotzdem allfällige Fehler. Kurze mail an <ufalett@juon.org> genügt; jetzt schon herzlichen Dank für Ihre Mitarbeit.
Und wichtig ist mir auch, an dieser Stelle Herrn Lukas Sidler, einem ausgewiesenen CD-Fachmann von Jecklin, Zürich, für seine unschätzbare, kompetente Hilfe zu danken.
Frau Andrea Witte ist die Tochter eines Freundes von Juon, des Cellisten, Komponisten und Dirigenten Hans Chemin-Petit (1902 - 1981), welcher zahlreiche Werke von ihm aufgeführt hat.
Ich habe Frau Witte (bisher leider erst am Telefon) als äusserst sympathische, lebhafte Person kennen gelernt, welche die Aktivitäten der IJG genau und mit viel Interesse mitverfolgt.
Wie sie mir erzählte, hing die signierte Juon-Fotografie über dem Schreibtisch, an dem ihr Vater bis zu seinem Tode arbeitete und weiter bis zur Auflösung des Berliner Haushaltes 1990. Frau Witte hält dieses Bild hoch in Ehren.
Sie hat sich nun aber entschlossen, es nicht nur als Leihgabe an unsere Ausstellung zu geben, sondern es samt Rahmen der IJG zu vermachen. Nun habe ich das Bild mit der Widmung "Dem talentreichen Tondichter, meinem lieben Freund Hans Chemin-Petit, Paul Juon, Januar 1929 Berlin" aus Deutschland unversehrt erhalten. Es wird, wie andere Dokumente auch, nach der Ausstellung in der BCU in Lausanne stationiert sein. Obwohl im Besitz der IJG, ist es so doch für Oeffentlichkeit und Forschung zugänglich.
Im Namen der IJG danke ich Frau Witte ganz herzlich für dieses schöne und wertvolle Legat.
Noch etwas Grösseres ist in Vorbereitung:
Herr Prof. Michael Kohlhase, von unserer 'Schwester' Tschaikowsky-Gesell-schaft, hat in verdankenswerter Weise die Initiative ergriffen zur Neuherausgabe eines Buches, das Paul Juon 1903 vom Russischen ins Deutsche übersetzte. Es ist die Biographie 'Das Leben Peter Tschaikowsky's', verfasst von dessen Bruder Modest.
Das Buch wird von unseren beiden Gesellschaften gemeinsam herausgegeben und soll im Jahr 2010 erscheinen. Die IJG leistet einen Beitrag dazu.
Und dann drucke ich Ihnen - in unkorrigiertem Wortlaut - die mail eines Musikliebhabers ab, den ich ganz einfach als 'Fan' bezeichnen möchte. Sie ist der Beginn eines ausgedehnten mail-Wechsels, an dem ich grosse Freude hatte:
betreff: hello from mexico
DEAR SOCIETY: I LIVED IN MEXICO. I HAVE AROUND 10 CD'S BY JUON. ALL MUSSIQUES SUISSES.THE 2CD'S OF TRIOS.THE FLUTE SONATE. (I HAVE TOO THE RECORD BY GALLO) SOON BUY THE LIEDER CD.I HAVE ALL CD'S FROM 4HANDS MUSIC. IN YOUR PAGE I SAW THAT RECORDING IS YET AVALAIBLE!!! I WISH GET TO THE ORCHESTAL WORKS BY JUON. ISN'T AVALAIBLE. VIOLIN CONCERT. ONE FRIEN IN USA SAID ME THAT ONE RECORD BY MUSICA HELVETICA SOME MANY YEARS AGO WAS AVALAIBLE. WHERE I CAN THIS MUSIC. JUON WAS AN EXCELLENT COMPOSER!
ALL THE BEST FOR YOURIm letzten Mitteilungsblatt hat der Kassier stolz und mit ErIeichterung geschrieben: "...Ich habe im Jahre 2008 lückenlos von allen Mitgliedern den Jahresbeitrag bekommen..."
Ich bin sicher, dass das auch Ende dieses Jahres der Fall sein wird. In den wenigen Fällen, wo der Einzahlungsschein untergegangen ist, erlaube ich mir deshalb, zusammen mit diesem Brief, bei den Betroffenen diskret nachzuhaken und rechne dabei mit deren Verständnis.