Mitteilungsblätter


Nummer 27

1. Oktober 2011


Liebe Juon-Freunde

Das gelegentlich zu Ende gehende 2011 ist wieder eher ein 'internes' Jahr. So habe ich die Arbeit des IJG-Vorstandes (neu) strukturiert. Und der Vorstand versteht 2012 als 'Probejahr', in welchem wir testen wollen, ob unsere Ideen funktionieren.
Am meisten nach aussen getreten ist unsere Gesellschaft mit der Wanderausstellung, welche an zwei Orten im Engadin gezeigt werden konnte.
Wie Sie weiter unter detaillierter lesen können, arbeiten wir aber bereits an den beiden grösseren Projekten, die im nächsten Jahr realisiert werden:
An der sehr speziellen General-/Mitgliederversammlung vom Samstag, 25. August 2012 und - als weiteren Höhepunkt - an der wichtigen Präsentation der Wanderausstellung an der 'Universität der Künste' in Berlin, jenem Institut also, an dem Juon über 30 Jahre lehrte! Diese findet statt vom 27. Oktober - 10. November 2012. Und wie heisst es doch: Berlin ist eine Reise wert...
Das Kapitel 'Begebenheiten aus dem Leben der Int. Juon Gesellschaft' nimmt in diesem Mitteilungsblatt einen recht breiten Raum ein. Es zeigt halt eben, was sich - ausser den Routine-Arbeiten - 'so begibt bei uns'.
Viel Vergnügen auch auf dieser (Lese-)Reise,

Mit herzlichen Grüssen, Ihr


 

General-/Mitgliederversammlung 2012, Samstag, 25. August 2012

Die immer in den geraden Jahren stattfindende Versammlung ist - wie im Editorial erwähnt - eine sehr spezielle. Wir bitten Sie deshalb, an diesem Anlass teilzunehmen
und sich das Datum vorzumerken.
Die Mitglieder kennen mich sicher bereits so gut, dass sie wissen (und hoffentlich akzeptieren...), dass ich es liebe, noch nicht ganz alle Geheimnisse zu lüften. Und zu meiner 'Verteidigung' dient, dass auch noch nicht alle Details schon geklärt sind !. Immerhin einmal soviel:

 

Juon-Wanderausstellung an der Universität der Künste (UdK) in Berlin

Von diesem Projekt stehen bis jetzt folgende Eckpfeiler:

 

Begebenheiten aus dem Leben der Int. Juon Gesellschaft

a) Diesen Sommer war unsere Ausstellung an zwei Orten im Engadin zu sehen:
Dank dem Entgegenkommen von Herrn Nico Röthlisberger, dem Manager des Hotels Edelweiss in Segl/Sils-Maria zuerst für einige Tage in seinem Hotel, im Zusammenhang
mit zwei Juon-Konzerten mit Werken für Klavier vierhändig (Igor Kraèvsky und Agnès Dubois-Chauvet).
Anschliessend war die Ausstellung während 6 Wochen in der Chesa Planta in Zuoz zu sehen, als Teil der grösseren Ausstellung 'Bündner in Russland'.

b) Auf Einladung hin habe ich am 10. August an der oben erwähnten Ausstellung ein längeres Referat gehalten unter dem Titel 'Paul Juon - ein russischer Komponist? (mit Musikbeispielen). Dieses Referat kann auf unserer Homepage unter 'Diverse Texte' nachgelesen werden.

c) In leicht geänderter Form konnte ich es dann - wiederum auf eine Einladung hin - nochmals halten im 'KulturAtelier' in Zürich am 18. September.#

d) Der 8. März ist Juons Geburtstag. Genau auf diesen Tag ist eine sehr hörenswerte CD erschienen in der Reihe <Juon Project> des amerikanischen Pianisten Igor Kraèvsky. Er und seine Klavierpartnerin, die französische Pianistin Agnès Dubois- Chauvet, bauen den Teil 'The Duet' auf. Hier nun legen sie die integrale Einspielung vor der 'Tanzrhythmen' und 'Neuen Tanzrhythmen' op. 14, 24 und 41 für Klavier zu 4 Händen.
-> 'Dancing Rhythms'; Minstrel MLCD1001; UPC 692863167220

e) Eine völlig anders geartete CD stammt vom Mexikaner Angel Augusto Ramirez, von dem ich Ihnen auch schon erzählt habe. Von den Klavierwerken 'Intime Harmonien', op. 30; 'Dix esquisses', op. 55 und 'Vier Klavierstücke', op. 65 existieren keine Einspielungen. Er hat deshalb diese Musik in grosser Arbeit in den Computer eingegeben und dann auf eine CD gebrannt. Solche künstliche Computermusik ist klanglich gewöhnungsbedürftig. Vor allem aber bietet sie als 'Maschinenmusik' keine Interpretation. Gerade Agogik, crescendo, Klangnuancen etc. sind für spätromantische Musik enorm wichtig. Dennoch kann sie zu Studienzwecken gute Dienste leisten. Die CD kann über die IJG bezogen werden.

f) Diesen Sommer hatten wir zwei Mal 'hohen Besuch':
1. Tatiana Nerovnaya, die russische Musikologin, die mit uns zusammenarbeitet, kam zusammen mit ihrer Schwester und deren Sohn in die Schweiz. Sie sind beide Mitglieder unserer Gesellschaft geworden und arbeiteten sich vier Tage an der BCU in Lausanne durch viele Juon-Dokumente. Am Schluss der Reise empfing sie Herr Walter Labhart in seiner riesigen Dokumentationsbibliothek. Dazwischen machten sie Station in Bern bei meiner Frau und mir. Thema war zwar auch Juon - etwa seine 'Unbekanntheit' in Russland - aber nicht nur. Wir amteten als Fremdenführer durch die Bundesstadt und verbrachten einen interessanten Nachmittag und angeregten Abend zusammen. Von der Schwester Elena Tarasova hat die IJG einen Bilderkatalog des Malers Konstantin Juon erhalten. Dieser ist ja, im Gegensatz zu seinem Bruder, in Russland sehr bekannt und auch anerkannt. Für diesen Katalog danken wir vielmals, denn solche Gaben helfen mit, das Bild auch der Umgebung des Komponisten farbiger werden zu lassen ... und in diesem Fall kann man das sogar wörtlich nehmen. !

2. Nur eine Woche später hatten wir Agnès Dubois-Chauvet und Igor Kraèvsky als Gäste für eine Nacht bei uns. Sie waren auf der Durchreise an ihre Konzerte im Engadin [siehe Abschnitt a)]. In hochspannender Diskussion sind bis spät in die Nacht hinein die Funken geflogen: Wie ist das Attribut 'russischer Brahms' zu
verstehen? Hat es einen Sinn, Juon-Klavierwerke ab Computer zu hören? Was muss die IJG tun, um mehr Mitglieder zu gewinnen? Müsste sie einen grossen internationalen Musikwettbewerb organisieren, mit allem, was dazugehört? etc. etc.

 

Interna

Ich hätte an dieser Stelle auch mit meiner Aufzählung weiterfahren können. Aber ich fasse die letzten 3 Bemerkungen unter 'Interna' zusammen, da sie doch vor allem an die Mitglieder gerichtet sind:

a) Wie Sie wissen, ist der Musikwissenschaftler Henning Wehmeyer seit Mai 2007 eines unserer Vorstandsmitglieder. Und zwar ein sehr aktives. Er ist es auch, der federführend ist, die Wanderausstellung an die UdK in Berlin zu bringen, an der er selbst studiert hat. Mich hat nun sehr gefreut zu hören, dass er beabsichtigt, dort ab Sommer 2012 seine Doktorarbeit über Paul Juon zu schreiben.

b) Einmal mehr möchte ich mich als Kassier bei Ihnen bedanken. Natürlich dafür, dass wir dank Ihren Mitgliederbeiträgen unsere Arbeit tun können. Aber auch dafür, wie angenehm Sie meine Arbeit als Kassier machen. Ich muss diesen Herbst (fast) keinem einzigen Mitteilungsblatt eine Mahnung beilegen.

c) Sie verargen mir sicher nicht, wenn ich am Ende dieses Mitteilungsblattes einen Aufruf, bzw. eine Bitte aus dem letzten Rundschreiben praktisch wörtlich wiederhole, denn sie ist noch immer aktuell:
Und ich bitte Sie um Ihre Mitarbeit, indem Sie für die Juon-Monografie Reklame machen; privat, in Bibliotheken, Vereinen. Das neue, sehr lesenswerte Buch, von dem noch eine Beige in meinem Kasten liegt, kann nicht studiert werden, wenn es dort vor sich hindöst. [230 Seiten, CHF 32.- für Mitglieder / CHF 47.- für Nichtmitglieder, plus Porto und Verpackung]

 

Zum Anfang