Mitteilungsblätter


Nummer 30

25. Januar 2013


Liebe Juon-Freunde

Wie Sie sicher schon vermuten, enthält dieses Mitteilungsblatt in erster Linie den Rechenschaftsbericht über die (erfolgreiche!) Juon-Ausstellung in Berlin.
Darüber hinaus orientiere ich Sie - wie immer anfangs Jahr - über die administrativen Aspekte, die eben auch Teil der Juon Gesellschaft sind und Sie finden - auch das wie immer J - das Kapitel 'Begebenheiten aus dem Leben der IJG'.


Mit herzlichen Grüssen, Ihr

Die Juon-Wanderausstellung in Berlin an der 'Universität der Künste' (UdK),
27. Okt. - 11. Nov. 2012

Es begann verheissungsvoll: Die Ausstellungskisten landeten 'dank' einer falschen Etikette zuerst in einer Kunststeinhandel-Firma in - pardon - der deutschen Pampa, in Wittichenau (...hätten SIE gewusst, wo das liegt? J) - eine Randbemerkung...
Für die günstigste Transport-Variante (Carnet ATA) mussten wir eine Kaution hinterlegen. Diese (ca. CHF 3'000.-) wird im Jahre 2013 zurückbezahlt werden.

Zusammen mit Dr. Dietmar Schenk, dem umsichtigen und sehr kooperativen Leiter des Universitätsarchivs, der die Ausstellung hervorragend betreute, konnten wir diese rechtzeitig im Foyer des grossen Saales in der UdK aufbauen. In diesen ersten Stunden ergaben sich bereits viele Kontakte und Gespräche mit zufällig anwesenden Professoren, die an der UdK unterrichten.

Der Hausherr persönlich, Prof. Dr. Wolfgang Dinglinger, Dekan der Fakultät Musik an der UdK, begrüsste an der Vernissage die Gästeschar in einer mit vielen Informationen gespickten Rede.
Für den Musikteil konnten wir hervorragende Interpreten gewinnen: Den Geiger Prof. Tomasz Tomaszewski, der mit einem Kollegen der Musikakademie Krakau Juons 3. Violinsonate und aus Beethovens Kreutzersonate spielte sowie den emeritierten Professor für Musikgeschichte, Dr. Peter Rummenhöller. Zusammen mit Katharina Konradi, Sopran interpretierte er 2 Lieder aus op. 99.
Anschliessend führte Walter Labhart in 'seine' Ausstellung ein, welche nachher intensiv studiert und kommentiert wurde. Also: Kontakte und Gespräche (etwa über das Schicksal von Juons Sohn Ralf in den wirren Kriegszeiten); Fäden spinnen für künftige Projekte. Erfreulicherweise waren auch Gäste aus der Schweiz angereist, so. z.B. die Grafikerin unserer Ausstellung, Sonja Schenk.

Am übernächsten Abend fand im grossen Saal die Doppelveranstaltung 'Konzert mit Vortrag' statt. Als Interpreten für den Querschnitt durch Juons Schaffen (op. 15, 73, 82 und 99) stellten sich wiederum Lehrkräfte der UdK zur Verfügung, welche zusammen mit ihren Studenten musizierten: Die Professoren Burkhard Glaetzner (Oboe), Helge Harding (Klarinette), Hans Joachim Greiner (Viola) sowie Thomas Menrath und Peter Rummenhöller (Klavier), ebenso die Musiker/-innen Katharina Konradi (Sopran) und Nikolaus Resa (Klavier); von Studentenseite Shiho Uekawa (Klarinette) und Justus Mache (Fagott).
In der Mitte stand mein Vortrag 'Paul Juon - ein russischer Komponist?'

Gerne drucke ich einige Beispiele ab aus den vielen Rückmeldungen:
'...Ich hoffe, es gehe Euch nach Berlin wunderbar gut!...'
'...Nochmals Gratulationen zur sehr gelungenen Veranstaltung am Samstag...'
'...War eine schöne Veranstaltung mit einem höchst informativen Vortrag...'
'...Nachdem die 'Schlacht Juon geschlagen' ist, muss ich Ihnen noch einmal sagen, wie großartig ich Ihre Leistung fand, die schöne Ausstellung, die gute Organisation der Musik, der warme menschliche Zuspruch für alle Beteiligten...'

Die recht gut besuchte, etwas mehr als zwei Wochen dauernde Ausstellung hatte (und hat!) zwei Nach-'Spiele':

1. Während des ganzen Wintersemesters hält Henning Wehmeyer an der UdK ein Seminar über Juon. Zu dessen Auftakt besuchte er mit den Studenten die frisch aufgebaute Ausstellung. Die anschliessende, sehr engagierte Diskussion, zu der ich auch eingeladen war, zeugte von grossem Interesse und machte uns auch Mut.
2. Im Nachgang zu 'Berlin' erscheint im Frühjahr 2013 in der Schriftenreihe des Archivs der UdK die Publikation 'Paul Juon — Moskau - Berlin - Vevey'. Wir bitten Sie herzlich, diese Schrift bis zum 15. März zu subskribieren (mind. CHF 62.-/€ 50.-) ... alle Subskribenten werden im Buch aufgeführt! (Details auf www.juon.org à Aktuelles)

Am wichtigsten ist mir der ganz grosse, herzliche Dank an Henning Wehmeyer, ohne dessen gewaltige Arbeit diese 'Riesenkiste' gar nicht möglich gewesen wäre!

 

Buchhaltung/Revision 2012 der Int. Juon Gesellschaft und
Einladung zur Erneuerung der Mitgliedschaft 2013

Auszug aus dem Revisionsbericht unseres Revisors, Herrn G. Wick:

Ich habe die Buchhaltung der Internationalen Juon Gesellschaft des Jahres 2012 (abgeschlossen per 31. 12. 2012) geprüft und in Ordnung befunden.
Gesellschaftsvermögen am 31. 12. 2012                                                                *** 7'942.75

Abnahme im Jahre 2012                                    *** - 8'067.80

Ich beantrage deshalb, dem Kassier Décharge zu erteilen.

                                               (gez. Georg Wick)

 

***Die Abrechnung von Berlin kann erst 2013 abgeschlossen werden. Wichtigste Änderung wird sein, dass die Kaution für den Transport noch zurückbezahlt wird. Damit wird die Gesamtabrechnung um rund CHF 3'000.- positiver ausfallen. (Details siehe Rechenschaftsbericht Berlin)

 

Die Mitglieder finden wiederum den Einzahlungsschein beigelegt für die Erneuerung der Mitgliedschaft (mit Statusangabe [E = Einzelmitglied, S = Studentenmitglied, P = Paarmitglied, K = Kollektivmitglied]) und ich erlaube mir ebenso wieder, Ihnen mit gleicher Post gerade die Zahlungsbestätigung zukommen zu lassen, mit dem Sie Ihren Beitrag beim Steueramt als Zuwendung deklarieren dürfen.

Ich danke Ihnen dafür, wie sehr Sie der IJG die Treue halten und bitte Sie, dies auch weiterhin zu tun.
Vergessen Sie bitte nicht, bis Ende März einzuzahlen, aber möglichst nicht am Schalter, da uns das zu hohe und vor allem unnötige Kosten verursacht. Danke.

Bei Einzahlungen aus dem Ausland:

BIC oder SWIFT  POFICHBEXXX
Clearing         9000
IBAN           CH70 0900 0000 9011 8805 6
Name      Int. Juon Gesellschaft, 7000 Chur

 

Mitgliederbestand

Per 1. Januar 2013 zählt die IJG in 4 Gruppen 51 Mitglieder; nämlich 38 Einzel-, 7 Paar-, 5 Kollektiv-/Institutionsmitglieder, 1 Ehrenmitglied.

Mutationen im Jahre 2012: Wir haben auch in diesem Jahr wieder Zuzug durch ein Einzelmitglied erhalten. Weiter hat Jeannette Alvera, eines unserer Vorstandsmitglieder - ich habe es berichtet - ihr Studium abgeschlossen, ist nun nicht mehr Studentenmitglied und hat gleich ihren Partner überzeugt, auch in die IJG einzutreten. Die beiden unterstützen unsere Arbeit nun als Paarmitglied. Andrerseits ist eine ganz alte Frau nicht mehr dabei.

 

Begebenheiten aus dem Leben der Int. Juon Gesellschaft

1. Folgende mail gibt einen Einblick, wie unsere Arbeit wahrgenommen wird:

'...Guten Tag,
Ich spiele privat viel Kammermusik in unterschiedlichen Besetzungen, nicht für öffentliche Konzerte, sondern nur zum eigenen Vergnügen, um unseren musikalischen "Horizont" zu erweitern.
Da ich Anfang Januar zufällig 2 Celli zu Besuch habe, suchte und fand ich auf "Petrucci" das Sextett von Paul Juon. Es hat mich sehr überrascht, dieses Werk – via Noten – kennen zu lernen. Die beiden Cd's (Quartett, Sextett) hab ich sofort bestellt.
Und weil ich über den Komponisten mehr als im MGG erfahren wollte, stiess ich auf Ihre Homepage. Ich bin dankbar, dass ich hier viele Infos, Bilder etc. zu Paul Juon finden kann.
Ich bin immer wieder aufs Neue erstaunt, wie viele hervorragende Komponisten es gibt, von denen ich noch nie etwas hörte.
Ich bin neugierig, wie meine MitspielerInnen die Variationen aus dem Sextett aufnehmen.
Ich wünsche der Paul Juon Gesellschaft viel Erfolg bei der Verbreitung von Paul Juons päd. und komp. Lebenswerk.
Viele Gruesse aus Oberschwaben...'

2. Henning Wehmeyer als Musikwissenschaftler hat den ehrenvollen Auftrag erhalten, für das Lexikon 'Komponisten der Gegenwart - KDG' den Artikel über Juon zu verfassen! Das Lexikon gibt es als Buch und die Artikel sind auch online abrufbar.

3. Von einem Mitglied der IJG, welches einen Originalbrief von Juon aus dem Jahre 1909 besitzt, haben wir eine Kopie erhalten. Mit seiner freundlichen Genehmigung darf ich den Brief hier abdrucken:

Brief Juon, 1909 S.1   Brief Juon 1909, S.2

 

 

 

 

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