Mitteilungsblätter


Nummer 40

1. Februar 2018

Liebe Juon-Freunde

Gerne entbiete ich Ihnen auch jetzt noch gute Wünsche für das neue Jahr. Und die Bemerkung, die ich darüber an dieser Stelle vor einem Jahr geschrieben habe, scheint mir durchaus noch aktuell: "...das kaum weniger überraschungsreich werden wird als das vergangene und dessen Entwicklungen wir alle nicht nur mit Sorge, sondern auch mit Hoffnung aktiv begleiten wollen...".

Der zentrale Abschnitt dieses Mitteilungsblattes ist die Fortsetzung unseres spannenden Abenteuers 'Orchester Edition'.

Dazu, wie immer im ersten Mitteilungsblatt des Jahres, geben wir Rechenschaft über unsere Finanzen und den Mitgliederbestand und bitten Sie um die Erneuerung Ihrer Mitgliedschaft. Vielleicht erleben der Kassier und damit die Gesellschaft gar, dass diese - durch Ihre Werbung! - neue Mitglieder erhält und/oder dass es sogar neue Gönnermitglieder gibt. Details dazu finden Sie im letzten Mitteilungsblatt, welches auch auf unserer Homepage www.juon.org einsehbar ist. Übrigens: Der Wechsel zur Gönnermitgliedschaft ist ganz einfach J.

Auf die vermischten Meldungen unter dem traditionellen Titel 'Begebenheiten aus dem Leben der Int. Juon Gesellschaft' wollen wir ja ohnehin nicht mehr verzichten. Sie sind uns wichtig als Echo darauf, wie unsere Arbeit aufgenommen wird, weshalb ich mich jeweils sehr freue über Beiträge, die in diese Rubrik gehören.
Dieses Mal bin ich zusätzlich froh, wenn sich ein kompetenter 'Computer-Freak' bei mir meldet (siehe den letzten Abschnitt auf Seite 4).

So wünsche ich Ihnen gute Lektüre und grüsse Sie herzlich, Ihr


 

Wo stehen wir mit der Orchester Edition?

Unterdessen sind fünf der wichtigsten noch fehlenden Werke des Projektes 'Orchester Edition' als Rohpartituren abgespeichert. Alle sind gross besetzt. Und alle sind sie nun in der Phase 2, der Ton-für-Ton-Kontrolle und gegebenenfalls -korrektur, die dann zur finalen, definitiven Partitur führt.

Es sind dies:
op. 3A                         Jngeborgs Klage
op. 32A                       Psyche
op. 35                         Aus einem Tagebuch
op. 96                         Tanz-Capricen
ohne op.-Zahl             Aleko

Die einaktige Oper Aleko, bekanntlich Juons Prüfungsarbeit für den Abschluss seines Musikstudiums in Moskau und 1896 in Tiflis uraufgeführt, ist dabei für unsere Orchester Edition zu einem glücklichen Spezialfall geworden: Jacques Lasserre, Mitglied der IJG, erfahrener Musiker und Opernspezialist, hat uns angeboten, bei der Eingabe der Werke zu helfen. Er hat nun den grossen Aufwand nicht gescheut, Musikprogramm und Keyboard anzuschaffen, sich in dessen Handhabung einzuarbeiten und dann das ganze Werk einzugeben, notabene inkl. des russischen (!) Textes. Dafür danken wir ihm ganz herzlich.

Es gibt noch weiteres sehr Erfreuliches zu berichten: Das orchestra giovane, das sich für jedes Projekt mit jeweils anschliessender Tournée einen Dirigenten erkürt, spielte schon 2013 unter Christof Escher 2013 die wiederentdeckte fis-Moll-Sinfonie von Juon. Dieses Jahr nun - er ist wiederum als Dirigent gewählt worden - stehen u. a. die Tanz-Capricen, op. 96 auf dem Programm.
Die Aufführungen des orchestra giovane unter Christof Escher sind:
in Naters VS am 11. August, in Zürich am 12. August und in Bern am 18. und 19. August 2018.

Das Athens Philharmonia Orchester, unter Leitung von Byron Fidetzis, bringt am 15. Februar 2018 im Athener Megaron Juons erstes Orchesterwerk, 'Jngeborgs Klage' op. 3A, zur Aufführung, in einem Konzert unter dem Motto Skalkottas im Berlin der 20er Jahre (Skalkottas war Schüler Juons).

Geplant sind dieses Jahr ebenfalls zwei Aufführungen von 'Jngeborgs Klage' mit dem Jugendorchester Freiamt und der Dirigentin Anne-Cécile Gross; am 6. Oktober im Künstlerhaus Boswil und am 7. Oktober in Bern.

Dies werden nun also, nach der Sinfonie in fis, die ersten Werke unserer Orchester Edition werden, von denen aus den fertigen Partituren Stimmen hergestellt und damit die Noten in der Praxis gebraucht werden!

 

Buchhaltung/Revision 2017 der Int. Juon Gesellschaft und
Einladung zur Erneuerung der Mitgliedschaft 2018

Auszug aus dem Revisionsbericht unseres Revisors, Herrn G. Wick:
Ich habe die Buchhaltung der Internationalen Juon Gesellschaft des Jahres 2017 (abgeschlossen per 31. 12. 2017) geprüft und in Ordnung befunden.

Gesellschaftsvermögen am 31. 12. 2017                                                                                      17'032.60
Zunahme im Jahre 2017                                                                                                                + 1'211.75

Ich beantrage, dem Kassier Décharge zu erteilen.

                                                                                                                                   (gez. Georg Wick)

Die Mitglieder finden diesem Mitteilungsblatt wiederum den Einzahlungsschein der Postfinance mit der Kontonummer 90-118805-6 beigelegt für die Erneuerung der Mitgliedschaft (mit Statusangabe [E = Einzelmitglied, 50.-; EG = Einzel-Gönnermitglied, 100.-; S = Studentenmitglied, 30.-; P = Paarmitglied, 70.-; PG = Paar-Gönnermitglied, 150.-; K = Kollektivmitglied/Institution, 100.-]); und ich erlaube mir ebenso wieder, Ihnen mit gleicher Post gerade die Zahlungsbestätigung zukommen zu lassen, mit dem Sie Ihren Beitrag beim Steueramt als Zuwendung deklarieren dürfen.

Ich danke Ihnen dafür, wie sehr Sie der IJG die Treue halten und bitte Sie, dies auch weiterhin zu tun, indem Sie bis Ende März Ihren Jahresbeitrag für 2018 einzahlen, aber bitte möglichst nicht am Schalter, da uns das zu hohe und unnötige Kosten verursacht. Danke dafür, danke aber auch, dass der Kassier jeweils kaum Mahnungen versenden muss - ein schönes Zeichen ihrer bewussten Unterstützung unserer Arbeit.

Bei Einzahlungen aus dem Ausland:

BIC oder SWIFT           POFICHBEXXX
Clearing oder BC-Nr.  9000
IBAN                            CH70 0900 0000 9011 8805 6
Name                          Int. Juon Gesellschaft, CH-3097 Liebefeld

 

Mitgliederbestand

Per 1. Januar 2018 zählt die IJG in 6 Gruppen 41 Mitglieder; 27 Einzel-, 2 Einzel Gönner-, 7 *Paar-, 4 Kollektiv-/Institutionsmitglieder, 1 Ehrenmitglied (vor einem Jahr waren es 42 Mitglieder).
*für diese kleine Statistik werden zwar 7 Paare als Mitglieder gezählt, aber es sind natürlich 14 Personen.

Mutationen im Jahre 2017: (Wieder-)Eintritt eines (Gönner-)Mitgliedes, Wechsel eines Einzelmitgliedes zum Gönnermitglied, Austritt eines Kollektivmitgliedes, welches diesen Status zwar vom Vorgänger übernommen, aber eigentlich nie eine Beziehung zur IJG hatte.

 

Begebenheiten aus dem Leben der Int. Juon Gesellschaft

a) Besprechungen der neuen Klavier-CD mit dem mexikanischen Pianisten Rodolfo Ritter

Über diese im letzten Mitteilungsblatt vorgestellte Neuerscheinung von Klavierwerken unseres Komponisten (op. 30, 56 und 65; siehe auch unter 'Discografie' auf unserer Homepage) sind zwei differenzierte Besprechungen erschienen. Eine in der 'Südostschweiz' durch Walter Labhart und eine in der Internet-Fachpublikation 'Unsung Composers' (UC). Beide zeigen sehr schön die hohe Qualität dieser Aufnahmen. Hier diejenige in der UC:
"...This is a CD of absolutely sublime and original piano music. Not always straightforward listening, but always absorbing and sometimes utterly magical. Just don't expect Rachmaninov or even Medtner. Juon's music is often darker, more exploratory, more complex than either.
...and what playing! There's an exquisite sensitivity to the wide range of moods exhibited by these pieces. I hope the awards panels have this wonderful CD on their radar…"

b) Bezugsmöglichkeit für die CDs der beiden Sinfonien

Die CDs der spannenden, empfehlenswerten Einspielung der zwei Sinfonien (Nr. 1, op. 10 und Suite in 5 Sätzen, op. 93 sowie Sinfonie Nr. 2, op. 23 und Vaegtervise, op. 31), welche Christof Escher mit dem Moscow Symphony Orchestra und dem Orchestra della Svizzera Italiana aufgenommen hat, können direkt bei ihm bezogen werden. Sie kosten 28.- pro CD und werden mit Einzahlungsschein versandt.
Schreiben Sie bitte einfach eine mail mit Ihren Wünschen (Anzahl CDs) und Ihrer Postadresse an: ce@christof-escher.com.

c) CD Violinkonzert Nr. 1, h-Moll, op. 42

Vom Collegium musicum Basel unter der Leitung von Kevin Griffiths und mit der Solistin Maria Solozobova ist das erste Violinkonzert eingespielt worden.
Der Titel der CD, 'Une révélation' (also Enthüllung, Entdeckung; gar Offenbarung) ist ebenso grossspurig-effektheischend wie unzutreffend, ich meine sogar etwas dümmlich. Denn eigentlich dürften oberflächlich-schnelllebige Werbefritze gelegentlich zur Kenntnis nehmen, dass es wohl eher das Verdienst der beharrlichen Arbeit einer IJG ist, dass die Herausgabe oder Einspielung eines Juon-Werkes eben gerade nicht mehr eine 'révélation' ist...
Musikalisch ist es zum Glück eine sehr gute Interpretation, doch sonst hat sie Mängel. Geplant wäre eine Herausgabe beim renommierten Label cpo gewesen. Doch aus undurchsichtigen Gründen ist sie (überstürzt) bei Sony [Südkorea] erschienen und damit nur in Asien erhältlich. Die Aufmachung ist unsorgfältig, nicht einmal der Titel stimmt, das Konzert wird nämlich als Nr. 2 bezeichnet. Auf Anfrage kann ich Ihnen aber trotzdem eine Bezugsquelle in der Schweiz mitteilen.

d) Und dann noch dies...

Auf den Bericht über unsere Orchester Edition im letzten Mitteilungsblatt habe ich eine berührende Reaktion erhalten von einem Mitglied, welches in der selben Zeit an der Kantonsschule Chur unterrichtet hat wie der IJG-Gründer Thomas Badrutt, der sich - noch in der Frühzeit des Computers - sehr in dessen Verwendungsmöglichkeiten eingearbeitet und sein Wissen als Hilfestellung für andere auch weitergegeben hat:
"...Herzlichen Dank für die 'Mitteilungen' (Nr. 39 vom Oktober 2017) mit dem Einblick in Ihre hochinteressante Arbeit!
Ich habe vor Jahren einen Mac gekauft - noch in Chur - in der Zuversicht, dass ja Thomas Badrutt immer 'zur Hand' wäre bei Problemen…
Wie würde er sich begeistern an der 'Orchester Edition' und leidenschaftlich 'mittöggelen'! ..."

e) Als Abschluss ein 'technisches PS' in eigener Sache

Obwohl ich schon seit Jahrzehnten mit 'Word' (Office, Mac) arbeite, habe ich noch nicht herausgefunden, wie zu formatieren ist, dass die von der originalen A4-Grösse verkleinerten Seiten beim Druckbefehl <2 auf 1> eingemittet bleiben und der Rand nicht grösser wird. Wenn ich das Blatt falte, werden diese Mängel sichtbar, was den Perfektionisten stört... Weiss jemand, wie das geht und würde es mir erklären? Vielen Dank (Ueli Falett, Tel 031 971 79 25).


 

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