Mitteilungsblätter


Bachenbülach, Bülach, 10. Februar 2003


Liebe Juonfreunde


Was bedeutet eigentlich 'international' im Titel unserer Juon-Gesellschaft?
Wir sind das, wollen und müssen es sein. Paul Juon war es auch. Wir können wohl auch nur überleben, wenn wir möglichst weitgespannt Kontakte knüpfen. Ueber Internet erhalte ich immer mehr auch Anfragen aus dem ferneren Ausland, letzt-hin beispielsweise eine aus Japan (zum Glück in Englisch, ich hätte möglicher-weise nicht ganz alle japanischen Schriftzeichen korrekt interpretiert...). Eine Fol-ge ist nun auch die, dass nicht alle Leute, mit denen wir verkehren, deutsch spre-chen. Es ist deshalb notwendig, dass wir eine Zusammenfassung des Mitteilungs-blattes in Englisch an gewisse Adressen schicken können. Beim Mitteilungsblatt 8 ist das erstmals geschehen. Ich danke Reto Willy, der jeweils für die Uebersetzung besorgt ist.
Und auch unser Werbeflyer im Format A 5 – er war ausgegangen und wurde in aktualisierter Fassung nachgedruckt – liegt nun parallel zur deutschen in einer englischen Version vor. Wenn Sie irgendwo die Gelegenheit haben, für uns zu werben, z. B. an einem Konzert oder ähnlichem Anlass, bitte kontaktieren Sie mich vorher, ich sende Ihnen gerne einige dieser Flyer in der gewünschten Spra-che. Wir alle müssen mithelfen, neue Mitglieder zu gewinnen, nur so können wir unsere Arbeit tun.

Nun wünsche ich Ihnen gute Lektüre und grüsse Sie herzlich

 


Bericht über die letzte Generalversammlung

Am 26. Oktober 2002 fand die reguläre zweijährliche Mitgliederversammlung in Chur statt, wiederum von Margrit Badrutt als Gastgeberin organisiert – herzlichen Dank! Obwohl als 'klein' angekündigt, fanden sich aber doch gut 15 Personen ein. Unser Präsident, Claus-Christian Schuster, reiste dafür extra von Wien an – auch ihm danke ich sehr! Neben den statutarischen Geschäften (Abnahme von Rechnung und Tätigkeitsbericht, welche beide diskussionslos genehmigt wurden) kamen in einer ausgiebigen Diskussion Verbesserungsvorschläge zusammen für die Information (u. a. die, eine z.B. für das Steueramt verwendbare Bestätigung für den Mitgliederbeitrag der Zahlungseinladung beizulegen oder die Einladung für die GV auf andersfarbigem Papier separat zu drucken, damit sie weniger überlesen wird).
Wichtig war auch eine Konkretisierung der Ideen für unseren Auftritt in Lausanne im Herbst 2004.
Als Abschluss und Ueberraschung bot Vera Glatthorn - vorbereitet von ihrer Leh-rerin Margrit Badrutt – eine schöne Interpretation der 3 Bagatellen op 19 von Paul Juon. Claus-Christian Schuster erklärte sich freundlicherweise spontan bereit, sie zu begleiten, mit ihr vorgängig auch zu probieren (welche Chance einer Kam-mermusik-Lektion auf höchstem Niveau für die junge Geigerin!), sodass ein aus-gezeichnetes Zusammenspiel resultierte.


Einzahlung des Mitgliederbeitrages 2003

Sie finden beigelegt den Einzahlungsschein – worauf auch Ihr Status vermerkt ist - für die Begleichung des Mitgliederbeitrages 2003 samt der angekündigten Bestä-tigung (die ich Ihnen vertrauensvoll im voraus beilege...). Ich bitte Sie, die Einzah-lung bis Ende März diesen Jahres vorzunehmen. Für Sie ist es dann erledigt und geht nicht vergessen und für mich ist es auch angenehmer – jetzt schon vielen Dank, dass Sie den Termin einhalten.
Selbstverständlich wollen wir keine Mitglieder verlieren. Andrerseits ist es auch nicht sinnvoll, über Jahre Informationen zu versenden an Personen, die nicht (mehr) reagieren. Ich erlaube mir deshalb, einigen wenigen 'Mit-Gliedern', von denen wir schon sehr lange nichts mehr gehört haben, einen speziellen 'Aktivie-rungs-Brief' beizulegen.

Mitgliederwerbung

Unter dem Stichwort 'Mitgliederwerbung' haben wir einen sog. 'Akquisitionsbrief' entworfen. Wir senden ihn – situativ angepasst – an Personen oder Institutionen, von denen wir auf irgend einem Wege erfahren haben, dass sie Werke von Paul Juon aufführen, aufnehmen, Artikel über ihn publizieren, etc.
Und – ceterum censeo – helfen auch Sie mit, neue Mitglieder zu gewinnen. Nehmen wir einmal an, jede(r) von Ihnen wirbt auch nur 3 neue Mitglieder – 250 (zweihundertfünfzig) sind schon eine grosse Zahl! Wir danken Ihnen für Ihren Ein-satz.
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Lausanne 2004

Die IJG will in der Suisse Romande Fuss fassen, denn einerseits verlebte PauI Juon seine letzten Jahre am Genfersee, in Vevey und andrerseits ist die Bibliothèque cantonale et universitaire in Lausanne das Zentrum, in dem fast alle juonschen Partituren, Dokumente etc. liegen. Deshalb das Projekt 'Lausanne 2004'.
Und nun kann ich Ihnen die erfreuliche Mitteilung machen, dass ich sowohl vom Konservatorium wie auch von der BCU vor wenigen Tagen die definitive Erlaubnis für unser Projekt erhalten habe und beide Institutionen uns auch ihre Mitarbeit zu-gesichert haben.

Wir können nun mit den konkreten Vorbereitungen beginnen.


Bis jetzt stehen folgende Eckdaten:

Durchführung am Samstag, 2. Oktober 2004, ca. 11 – 17 Uhr (Bitte reservieren Sie sich jetzt schon dieses wichtige Datum!)

Durchführungsort ist das Konservatorium in Lausanne (ein architektonisch sehr schönes, sehenswertes Gebäude...)


Vorgesehenes Programm (zu welchem wir auch die Oeffentlichkeit und die Pres-se einladen):


*Eröffnungskonzert (Studenten des Konservatoriums spielen Juon-Werke)

Verpflegung

General-/Mitgliederversammlung (nicht öffentlich)

Ausstellung und Vortrag von Herrn J.-L. Matthey, dem Kurator der BCU und kom-petenten 'Hüter' des Juon-Materials in der Bibliothek

*Schlusskonzert (Solisten spielen Juon-Werke)


*wir haben den Radiosender DRS 'Espace 2' angefragt, eines der beiden Konzer-te mitzuschneiden.


Eine weitere Idee ist auch, auf diesen Zeitpunkt hin einen kleinen Supplement-band zu Th. Badrutt's Buch 'Paul Juon - Leben und Werk' herauszugeben.

 

Juon in Berlin

Anlässlich eines Konzertes in Berlin, bei welchem ich mitwirkte, habe ich mit Ver-tretern der dortigen 'Universität der Künste' Verhandlungen geführt. Berlin ist ja Juons hauptsächlichster Wirkungsort.

Die Universität wird eine Juon-Reihe initiieren. Die erste Veranstaltung findet am 14. Juni 2003 statt: Konzert mit Juon-Werken und einem Vortrag von Herrn Prof. Dr. Cadenbach. Im Herbstsemester 2003/2004 sollen Studenten der Universität wissenschaftliche Arbeiten verfassen zu Juon. Eine Arbeitstitel könnte z.B. sein: <Juons Wirken und Wirkung im Spiegel der zeitgenössischen Presse>.
Die Unterstützung von Konzerten und wissenschaftlichen Arbeiten ist eines der wichtigen statuarischen Ziele der IJG. Wir werden uns in diesem Projekt deshalb auch finanziell engagieren.
Und selbstverständlich hoffen wir, Ihnen eine solche Arbeit in Lausanne vorstellen zu können.

 

Foto Nachlass Wittlin

Aus einem Nachlass haben wir eine Originalfotographie von Paul Juon erhalten, die bereits in der BCU liegt. Herzlichen Dank für dieses Geschenk.

 

Zum Beschluss

Als amüsanten Abschluss möchte ich Ihnen eine Kritik nicht vorenthalten, die ge-schrieben wurde anlässlich eines Konzertes im 'Theatre of Louisville' am 28. Janu-ar 2002, an dem – auch im fernen Amerika – u. a. Juon-Werke gespielt wurden.
Oder wussten Sie schon, dass Juon's Musik offenbar etwas mit 'Blüemli-Tapeten' zu tun hat?

Autor des Artikels ist ein George R. Hubbard

Ceruti Chamber Players

Sometimes it's hard to be a critic - sometimes you just want to sit there and let the music wash over you, and just enjoy it.

Opening the evening was a curiosity - Paul Juon's 'Trio-Miniaturen', movements taken from his opus 18 and opus 24. Baugh-Bennett, Esbensen and clarinetist Emest Gross didn't quite get the measure of this 'Palm Court' music - they played it a little too straight. One would guess that this music dates from the ear1y years of the 20th century; it sounds much like Arensky, who was one of Juon's teachers. 'Reverie' and 'Elegie' were pretty much wallpaper music, but 'Humoreske' was jaunty and good fun and the closing 'Danse Phantastique' made one hear Strauss and Ravel just around the next corner.

 

 

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